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Zugang zu sensiblen Daten dank Gesundheitskarte!

Das ZDF-„heute-journal“ hat einen Versuch mit Unterstützung des Datenschutzexperten André Zilch unternommen und bei einer Krankenkasse eine neue Gesundheitskarte für eine fremde Person angefordert.

Frau am Empfang einer Arztpraxis

Die Vorgehensweise ist recht einfach. Man nimmt den Telefonhörer in die Hand, ruft bei der Krankenkasse an und gibt sich als Person XY aus. Am Telefon erklärt man der Krankenkasse, dass man umgezogen sei und gibt neben dem Namen das Geburtsdatum (Facebook und Co. sei Dank!) bei der Krankenkasse an. Schon einige Tage später (sofern die Post nicht streikt) erhält man die neue Gesundheitskarte frei Haus und erhält durch die Daten, die auf der Gesundheitskarte hinterlegt sind einen online Zugang zu der kompletten Patientenakte auf der  Besuche bei Ärzten und die verordneten Medikamente einzusehen sind.

André Zilch spricht hier von dem „größten Datenschutzskandal, den es weltweit jemals im Gesundheitssystem gegeben hat“.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) reagiert darauf und möchte nun die zuständigen Behören dazu auffordern, die Sicherheitsstandards bezüglich der Gesundheitskarte zu erhöhen.

Über Kristijan Lukic

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