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Panne des Monats: 32 bit Virtualisierung!

Mit dem heutigen Beitrag starten wir unsere neue Strecke „Panne des Monats“. Wir begleiten unseren Kunden Herr Dr. Knauserig (Name natürlich frei erfunden) in seinem Praxisalltag und berichten von der ein oder anderen Panne, die im Vorfeld hätte vermieden werden können. Die Panne des Monats soll einige Alltagssituationen in einer lustigen Art und Weise darstellen und eher mit einem zwinkernden Auge betrachtet werden. Sollten Sie sich eventuell bei dem ein oder anderen Beitrag angesprochen fühlen, dann nehmen Sie „schnellstmöglichst“ Kontakt mit uns auf, bevor Sie noch zu Dr. Knauserig werden!

Elderly old man using computer sitting at table isolated on grey wall background. Senior people and technology conceptHerr Dr. Knauserig beklagt sich über die zu „langsame EDV“. Der Programmaufruf und überhaupt dauert alles zu lang. Nach Nachfragen, bzw. Durchsicht der EDV-Anlage bei einem vor-Ort Termin stellte sich heraus, dass der Server schon gut über 4 Jahre alt (in dem spez. Fall fast 7 Jahre!!) und auch die angebundenen Clients in einem ähnlichen Alter waren. Der Softwareupdatestand des AIS war zwar aktuell, aber auf einem Programm-Versionsstand, der „nur“ 32-bit Betriebssysteme zuließ.

Wir besprachen die weitere Vorgehensweise. Mit der Erneuerung der Server-Client Hardware würden die Betriebssystemstände auf 64-bit Betriebssysteme umgestellt werden.  Bei CGM M1 ist eine Migration der M1 Datenbanken auf die Version M1 PRO zwingend notwendig. Es wurde desweiteren ermittelt, welche anderen Programme und Versionsstände in der Praxis im Einsatz sind (die wenigsten Programme können soweit kostenfrei auf 64-bit Betriebssysteme umgestellt werden, es müssen Upgrades gefahren werden), um ein realistisches Angebot für die Umstellung erstellen zu können. Da bei dem diesmaligen Tausch der Server / Clienthardware diverse Upgrades und Datenmigrationen durchgeführt werden müssten, wurde auch gleich ein Zeitfenster (1-3 Tage durchgesprochen.  Der Vorteil der Hard- und Softwareumstellung auf 64-bit Betriebssysteme bringt unter anderem neben der Zukunftsbeständigkeit auch Performance-Vorteile, da die neue U9 Oracle Version CGM M1 PRO die Hardwareressourcen deutlich besser ausschöpfen kann.

Das Angebot schockte Herrn Dr. Knauserig so sehr, dass er davon absah und uns den Auftrag zur Umrüstung nicht erteilt hat.

Closeup portrait senior man grandfather holding piggy bank looking suspicious trying to protect his savings from being stolen isolated on gray wall background. Financial fraud concept

Wir sind davon ausgegangen, dass er die aktuelle Situation soweit erst einmal hinnehmen möchte und mit der Umrüstung noch ein wenig wartet.

Ein paar Wochen später meldete sich Herr Dr. Knauserig mit den selben Problemen wieder bei uns. Jetzt stellte sich heraus, dass sich die Praxis neue Hardware von einem nicht autorisierten CGM M1 PRO Vertragspartner besorgt hat. Soweit, so gut, – ABER – diese Fremdfirma konnte natürlich nur den vorhandenen (wir erinnern uns, fast 7 Jahre alten) Server virtualisieren und auf einen, zugegebenermaßen guten und leistungsfähigen, 64-bit Server  als Virtuelle Maschine initialisieren. Die Hardware ist in diesem Fall natürlich neue und auf einem sehr guten Leistungsstand. Allerdings alles andere…

Es wurde relativ viel Geld für einen 64-bit Server ausgegeben, auf dem eine Virtuelle 32-bit Maschine läuft. Die Ressourcen des neuen Servers werden nur zu einem Bruchteil genutzt (aber voll gezahlt) und die Problematik der 64-bit Migrationen der einzelnen Programme ein wenig in die Zukunft geschoben. Das sich an der Geschwindigkeit nichts verbessert hat, bzw. verbessern konnte, liegt auf der Hand, – eher im Gegenteil, da eine virtuelle Maschine von Grund auf geringe Leistungseinbußen mit sich bringt.

An der Situation von Herrn Dr. Knauserig hat sich letztendlich nichts geändert. Die Hardwarekosten (da bereits ein neuer Server gekauft wurde) können evtl. reduziert werden, dafür ist der Installations- und Konfigurationsaufwand vor Ort deutlich höher, als er es bei dem ursprünglichen Angebot gewesen ist. Zusätzlich ist mit einer erneuten Ausfallzeit während der Umstellung zu rechnen.

Herr Dr. Knauserig weiß zumindest jetzt schon einmal, was bei der „korrekten“ Umstellung auf ihn zukommt und ist ja schon geübt darin, Ausfallzeiten zu akzeptieren!

Crazy, upset, agitated, unhinged elderly, senior man

Noch ein paar Eckdaten zum Schluss: Dr. Knauserig ist Allgemeinmediziner. Pro Woche hat seine Praxis 30 Stunden für seine Patienten geöffnet. Da Dr. Knauserig für den gesamten Umsatz der Praxis verantwortlich ist muss er daher pro Stunde ca. 200,-€ erwirtschaften (Quelle: statistisches Bundesamt). Übrigens: Wäre Dr. Knausrig Internist läge dieser Satz bei 240,-€ als Orthopäde bei 277,-€.

Über Kristijan Lukic

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